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Dieses Mal war fast alles anders!

·         Die Vorbereitung hatte sich durch meine viele Les Mills Aktivitäten fast ausschließlich auf RPM, Combat, Jam, Balance und Pump beschränkt.

·         Kurz vor dem Start der diesjährigen Transalp von Mittenwald nach Riva del Garda stand das Thermometer in Mittenwald auf 6 Grad und es goss aus Kübeln. Das kann heiter werden. Erstmals in der zwölfjährigen Geschichte der MTB Transalp wurde eine Etappe abgesagt wg. zu viel Schnee am Hochalmsattel: 40 cm! Auch die zweite Etappe wurde gekürzt.

·         Auch unsere Taktik – mit meinem Mann sind wir jetzt zum dritten Mal in der Mixed Wertung dabei – verhalten anzugehen und möglichst alles im aeroben Bereich zu fahren war neu für uns. Wir wollten mehr Spass und weniger Quälerei haben. Das taktische Konzept hatten wir vorab mit unserem Trainer Kuno festgelegt, unsere Polaruhren sollten uns dabei unterstützen.

Und dann endlich der Start zur ersten Etappe: „High Way To Hell“ von AC/DC dröhnt kurz vor dem Start aus allen Lautsprechern und da war es dann wieder dieses unbeschreibliche Gänsehaut-Gefühl, wieder dabei zu sein mit 1.200 anderen Verrückten, Profis wie Normalsterblichen und 670 km und 22.000 Höhenmeter mit dem Mountain Bike über die Alpen zu rasen.

Die erste Etappe von Reith im Alpbachtal bis Mayrhofen war dann in weniger als vier Stunden schnell vorbei, Riesen Spass hatte es gemacht, jeden Meter haben wir genossen, unser Equipment hat auch gut mitgespielt:  Mein brandneues TREK Top Fuel Carbon Bike lief wie eine Eins, nur beim Schlauchlossystem beim Bike meines Mannes war ein Nachpumpen nötig, was wir aber professionell in einer halben Minute mit einer CO 2 Kartusche abwickelten. Das Resultat war etwas ernüchternd: Platz 47 von 85 gestarteten Mixed Teams. Vor zwei Jahren waren wir 18. geworden. Naja - wir hatten es ja so gewollt: Entweder alle andern sind viel schneller geworden oder die meisten haben sich am ersten Tag gleich übernommen.

Und genau so war es: Von Tag zu Tag rutschten wir Platz für Platz nach vorne. Je länger die Etappe wurden und je schwieriger die Downhills, desto weiter landeten wir vorne im Klassement. Die nächste Etappe ging über das Pfitscherjoch nach Brixen/Südtirol. Die längste Etappe von Brixen quer durch die Dolomiten mit über 106 km und 3.660 Höhenmeter brachte uns schon auf Platz 35.  Alle weiteren Etappen hatten ebenfalls mehr als 3.000 Höhenmeter. Von St. Christina ging es weiter über das Sarntal mit traumhaft schönen Singletrails bis Kaltern und Andalo. Schon mal nach 5,5 Stunden und 3.000 Hm bergauf völlig fertig in einen schweren 1.200 Hm Downhill gefahren? Das war auch eine neue Erfahrung für uns: Da heißt es nur Survive ohne Sturz - ich muss ja schließlich unterrichten können zuhause! - Aber umso schöner ist es dann, im Zielbereich zu relaxen, die Beine in einen kalten Brunnen zu hängen, eine Massage zu bekommen und dann im Hotel „abzuhängen“.

Die letzte Etappe von Andalo nach Riva war dann unsere beste. Obwohl ich da schon mit Fieber unterwegs war, kämpften wir uns über den berühmten Margone Trail bis nach Riva durch:
29. von 85 gestarteten waren wird geworden und in der Endabrechnung 33. Und machen wir nochmal mit? Claro!

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